gabi rottes 

Neue Ordnung der Wirklichkeit


Ausstellung
24.11.18 – 26.02.19
Verlängert

Vernissage
Samstag, 24.11.18, 11 Uhr

Finissage
Samstag, 26.02.19, 11 Uhr




Der Raum in mir ist unendlich. Er bewegt sich jenseits von Fragen der Nutzbarkeit oder Realität. Er bildet den Ausgangspunkt für meine künstlerische Arbeit. So kann ich Vertrautes aus einer anderen Perspektive betrachten, parallele, verborgene Welten öffnen, den Bezug zum menschlichen Körper und die räumlichen und physikalischen Grenzen der Realität aufheben. So kann ich Bilder erschaffen, die Beziehungen zu diesem Raum knüpfen und damit die Dinge und ihre Interpretation in der Schwebe halten.

Die Idee, Momentaufnahmen der sich stetig verändernden Ordnungen in der Beziehung von Mensch und architektonischem Raum und damit eine von unendlich vielen Optionen festzuhalten, bildet die Grundlage der Arbeiten in dieser Ausstellung.

Der Raum an sich bildete das Ausgangsobjekt, ich nahm Bezug auf existierende, benennbare Orte oder schuf diese selbst im Modell. Ich entnahm ihnen unspektakuläre architektonische Details, Merkmale der Oberfläche, Licht und Schatten mit der Kamera in einem Moment, der bei der Weiterverarbeitung schon Vergangenheit war. Die Fragmente dieser Dekonstruktionen ordnete, schichtete, überblendete ich zu persönlichen Verdichtungen im Raum, die die Orientierung stören und die Wahrnehmung herausfordern. Der rechte Winkel wurde hierbei in vielen Fällen aufgelöst. Nach dem Prinzip der Wiederholung und Verdopplung entstanden so Zwischen-Räume und Perspektivwechsel – neue fremde Ordnungen, collagiert aus Schichten von Fragmenten und Licht. Ein Wechselspiel zwischen Zwei-und Dreidimensionalität, Positiv und Negativ, Form, Raum und Zeit, Schatten und Licht.